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Bücher

Seit 2017 widmet sich Richard neu dem literarischen Schreiben. Ihr erster Roman Anna der Indianer war ein so grosser Erfolg, dass Richard nun bereits am dritten Buch einer Trilogie ist. (Werke siehe untenstehend). Die renommierte Literaturagentur Liepman Agency in Zürich ist auf Richard aufmerksam geworden und hat sie mit dem unabhängigen literarischen Verlag Schöffling und Co. in Frankfurt am Main zusammengebracht

«Anna der Vater» (2022)

Erschienen am 16. August 2022 bei Schöffling & Co., Frankfurt am Main

Anna ist in einem Studentenaustauschjahr in Kalifornien, als ihre Gastschwester Nora von einem Klassenkameraden schwanger wird, mit dem sie eigentlich nur aus Mitleid geschlafen hat. Nora, deren Mutter an Krebs erkrankt ist, will das Kind abtreiben, ohne dass die Mutter etwas merkt, um sie ja nicht zu belasten. Anna aber spürt, dass Nora das Kind bereits liebt, und dass diese Entscheidung fatal wäre. Dankbar nimmt Nora Annas Vorschlag, ihr als «Vater» des Kindes zur Seite zu stehen, an. Die Konflikte sind allerdings vorprogrammiert, wenn zwei Teenager eine Familie gründen wollen. Bald kommt die Hiobsbotschaft, dass da nicht ein, sondern zwei Kinder unterwegs sind. Nora bringt Zwillinge zur Welt.

Eines der Kleinen ist ein Mädchen, Nala. Und das andere?! Ist er ein Alan oder eine Alana?

Die Fachwelt rätselt erst und diagnostiziert dann eine Intergeschlechtlichkeit. Diese gelte es dringend durch eine Operation zu korrigieren. Während Nora sich von den Göttern in Weiss beeindrucken lässt, spürt Anna, dass hier alles falsch ist, was falsch sein kann.

Epilog

In der Unendlichkeit des Universums gibt es eine kleine blaue Kugel. Sie heisst Erde. Auf dieser Erde gibt es Lebewesen. Eine fantasievolle Fülle von Arten, eine kreative Explosion der Vielfalt. Darunter eine Spezies, die sich Mensch nennt. Es ist die einzige Spezies, die sich benennt.

Vor kurzer Zeit hat sich der Mensch einen aufrechten Gang angeeignet. Das hat ihm völlig neue Perspektiven eröffnet, und er hat gesehen: Oh!, hier herrscht Chaos. Seither versucht er verzweifelt, Ordnung in die Dinge zu bringen. Denn der Mensch mag kein Chaos. Mehr noch, er fürchtet es.

Um dem Chaos die Stirn zu bieten, hat der Mensch die Erde einer binären Codierung unterzogen. Er ist zufrieden mit sich, denn alles scheint nun ganz einfach. Null oder eins. Gut oder schlecht. Wahr oder falsch. Frau oder Mann.

Gerade ist ein neuer kleiner Mensch auf der kleinen blauen Kugel angekommen. Weiss von alledem nichts. Knackt in unschuldigem Sein den Binärcode und schläft den Schlaf der Gerechten.

Pressestimmen zu «Anna der Vater»

«Livia Anne Richards präzise Arbeit, ihre Leidenschaft, ihre Sensibilität für Atmosphäre und ihr Sinn für das zutiefst Menschlichste verraten eine Handschrift, die man als eine ganz persönliche erkennt: Fein und energisch zugleich ist sie.»

Beatrice Eichmann-Leutenegger, NZZ

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«Livia Anne Richard bleibt ihrem Stil treu: Es geht um Persönliches, das grosse Fragen spiegelt, erzählt mit viel Verve und Gefühlen, ohne Schnickschnack und in einer klaren Bildsprache, die zum Nachdenken anregen soll. "Anna der Indianer" ist kurzweilig und nie geschwätzig, dafür immer wieder berührend. Richard zeichnet eine vielschichtige Protagonistin, zugleich hart im Nehmen und verletzlich, und es macht Freude, sie mit jeder Seite besser zu verstehen.»

Joanna Nowotny, Der Bund

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«Die Autorin hat ein untrügliches Händchen für gutes Timing. Der Sog des Buches ist riesig - und weil auch diesmal das Ende eine wilde Wendung nimmt, sehnt man schon das letzte Buch der Trilogie herbei.»

Michael Feller, BZ/Der Bund

«Anna der Indianer» (2020)

Anna der Indianer, erschienen 2020 im Cosmos Verlag, Muri bei Bern

Zum Titel dieses Buches: Er will weder kulturelle Aneignung und schon gar nicht Rassismus – ganz im Gegenteil. Anna ist ein Mensch, der auch im Erwachsenenalter nie versteht, dass Menschen einander gegenseitig nicht «hinter der Haut, tief in die Seele» begegnen, sondern sich aufgrund ihrer Farbe (vor)verurteilen. Ein «Indianer» zu sein, war für sie als Kind vielmehr Symbol für den Kampf einer diskriminierten Gruppe – so wie sie es im Spiel auch als Mädchen erfuhr.

 

Anna spielt in ihrer frühen Kindheit in den 80-er Jahren zusammen mit ihren Freunden also «Cowboy und Indianer» - oder «Indiänerlis», wie wir es in der Schweiz auch genannt haben. Dass das falsch war, wissen wir heute. Doch würde es die Geschichte verfälschen und die Literatur verwässern, dieses damals so genannte Kinderspiel zugunsten der heute korrekten Bezeichnung der Native Americans nun umzutaufen, zumal «ein Indianer» in Annas Vorstellung ein Mensch mit den erstrebenswertesten Attributen war, der, wie sie selbst, um seine Rechte und seine Freiheit kämpfen muss und dies auch beherzt tut.

 

Im Spiel entdeckt Anna im Alter von fünf Jahren nämlich, dass es anscheinend zwei verschiedene Sorten von Menschen gibt: Die Jungs, die eben diese «Indianer» spielen dürfen und gegen die bösen weissen Cowboys «in den Krieg» ziehen und sich wehren dürfen, und sie, Anna, das einzige Mädchen in der Gruppe, die als «Squaw» im Tipi bleiben und kochen soll. Ihre Nonna, die dieses Tipi eigens für das Indianerspiel der Kinder genäht hat, erklärt der zutiefst betrübten kleinen Anna, dass dies im richtigen Leben halt auch so sei. Das sieht Anna ganz und gar nicht ein, und bald wirbelt sie die Welt herum und mit ihnen die Menschen um sie, die – auch als Anna längst erwachsen ist -  dieser eigenständig denkenden und handelnden starken Frau wenig entgegenzusetzen wissen.

 

Die beiden Bücher «Anna der Indianer» und «Anna der Vater» können hintereinander gelesen werden (empfohlen in dieser Reihenfolge), sie «funktionieren» aber auch unabhängig voneinander. 

Prominente Stimmen zu «Anna der Indianer»

«Was für ein spannendes und berührendes Lebensbuch. Ich habe die kleine Anna samt Ander und Stinktier und die erwachende Anna in Amerika mit Spannung und Anteilnahme begleitet.»
Franz Hohler, Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher

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«Ich bin restlos begeistert! Das Verrückte an diesem Buch ist der Inhalt, der Kreis, der sich auf so wundersame Weise schliesst, Annas Abenteuerlust – dieses Buch ist ein Geschenk!»

Heidi Maria Glössner, Schauspielerin

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«Anna der Indianer kommt definitiv unter die Top 30 der besten Buchanfänge aller Zeiten.»

Vera Tschannen, Buchhändlerin aus Zürich

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Lesungen

Zurzeit sind keine Lesungen geplant.

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